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Verbände und ihre Funktionen

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Verbände im infrastrukturellen Facility Management

Verbände im infrastrukturellen Facility Management

Im deutschsprachigen Raum existieren zahlreiche Fachverbände, die das infrastrukturelle Facility Management und angrenzende Themengebiete wie Reinigung, Sicherheit, Nachhaltigkeit sowie digitale Lösungen maßgeblich mitgestalten. Diese Verbände fördern den Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik, setzen Standards, bieten Weiterbildung an und vertreten die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Öffentlichkeit und Gesetzgebern. Die folgende Übersicht stellt einige deutschsprachige Verbände mit Relevanz für das infrastrukturelle Facility Management vor – jeweils mit einer kompakten Beschreibung ihrer Schwerpunkte und einem Link zur offiziellen Website. Sie dient als Orientierung für Fach- und Führungskräfte, Dienstleister und Entscheidungsträger, die sich in diesem Bereich vernetzen, fortbilden oder strategisch positionieren möchten.

Netzwerk, Standards und Branchenvertretung

GEFMA

GEFMA – Deutscher Verband für Facility Management e.V. (Website: gefma.de) – GEFMA ist der deutsche Branchenverband des Facility Managements mit über 1.000 Mitgliedsunternehmen. Er vernetzt Facility-Management-Dienstleister und -Anwender, fördert den qualifizierten Erfahrungsaustausch und entwickelt anerkannte Branchenstandards (Richtlinien, Zertifikate). Zu den Schwerpunkten von GEFMA zählen die Professionalisierung des FM sowie Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Aus- und Weiterbildung in der FM-Branche.

RealFM e.V.

RealFM e.V. – Verband der Fach- und Führungskräfte im Corporate Real Estate und Facility Management (Website: realfm.de) – RealFM ist der Berufsverband für Immobilien- und Facility Manager in Deutschland. Er ging 2006 aus der IFMA Deutschland hervor und hat derzeit über 400 Mitglieder. Der Verband fokussiert die Verzahnung von Immobilienmanagement und Facility Management in Unternehmen und gestaltet die Schnittstellen zwischen den beteiligten Bereichen. RealFM zeichnet sich dadurch aus, dass rund 75 % seiner Mitglieder auf Auftraggeberseite (z.B. Corporate Real Estate Verantwortliche) tätig sind und der Verband stark international bzw. europäisch ausgerichtet ist. In Arbeitskreisen und Regionalgruppen bietet RealFM eine Plattform zum Erfahrungsaustausch, erarbeitet branchenspezifische Werkzeuge und engagiert sich in Aus- und Weiterbildung sowie Zertifizierung im FM-Bereich.

FMA

Facility Management Austria (FMA) (Website: fma.or.at) – Die FMA ist der österreichische Verband für Facility Management und wurde 1995 als Non-Profit-Organisation gegründet. Sie versteht sich als „unternehmensbezogenes Netzwerk für Facility Management“ in Österreich. Mitglieder der FMA sind namhafte nationale und internationale Unternehmen und Organisationen, Branchenverbände, Bildungseinrichtungen sowie Einzelpersonen in FM-Ausbildung oder -Weiterbildung. Die FMA fördert den Wissenstransfer und die Vernetzung der FM-Branche in Österreich, veranstaltet jährliche Branchenevents (wie den FM-Day) und arbeitet eng mit dem IFMA Austria Chapter zusammen, um Best Practices in FM, Nachhaltigkeit und Digitalisierung voranzutreiben.

fmpro

fmpro – Schweizerischer Verband für Facility Management und Maintenance (Website: fmpro-swiss.ch) – fmpro ist der größte Fachverband der Schweiz im Bereich Facility Management und Instandhaltung mit rund 900 Mitgliedern. Er richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die innerhalb von Unternehmen FM- und Maintenance-Aufgaben verantworten; außerdem gehören auch FM-Dienstleister, Berater und Anbieter zu den Mitgliedern. Schwerpunkte des Verbandes sind die berufliche Weiterbildung (fmpro ist Träger von eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen im FM-Bereich) und das Networking innerhalb der Branche. Durch regionale und fachliche Netzwerktreffen, eine eigene Fachzeitschrift und Studien (z.B. Gehaltsstudien) fördert fmpro den Know-how-Transfer und die Professionalisierung des Facility Managements in der Schweiz.

BIV

Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) (Website: die-gebaeudedienstleister.de) – Der BIV ist die Spitzenorganisation des Gebäudereinigungs-Gewerbes in Deutschland und vertritt als Bundesverband die Interessen von ca. 2.500 Gebäudereinigungsbetrieben mit rund 700.000 Beschäftigten. Er fungiert als Dach für 32 regionale Innungen und setzt sich gegenüber Behörden, Politik und Öffentlichkeit – national wie auf EU-Ebene – für die Anliegen des Gebäudereinigungshandwerks ein. Gleichzeitig versteht sich der BIV als Dienstleister für seine Mitgliedsbetriebe und die angeschlossenen Innungen: Er bietet Unterstützung in rechtlichen, technischen und tariflichen Fragen und betreibt intensive Öffentlichkeitsarbeit, um die Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und das wirtschaftliche Potenzial der Reinigungsbranche bekannter zu machen. Durch Rahmenabkommen, Richtlinien (etwa für Ausschreibung und Vergabe) und Ausbildungsinitiativen trägt der Verband zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung in der Gebäudereinigung bei.

DGNB

DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (Website: dgnb.de) – Die DGNB ist ein 2007 gegründeter Non-Profit-Verein und heute mit über 2.800 Mitgliedsorganisationen das größte Netzwerk für nachhaltiges Bauen in Europa. Sie verfolgt das übergeordnete Ziel, die Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit aktiv zu gestalten, das Bewusstsein für nachhaltiges Planen, Bauen und Betreiben zu schärfen und dieses Verständnis in der breiten Öffentlichkeit zu verankern. Die DGNB entwickelt dafür unter anderem ein weltweit anerkanntes Zertifizierungssystem für nachhaltige Gebäude und Quartiere. Mitglieder der DGNB sind Akteure aus der gesamten Wertschöpfungskette des Bauens – von Architektinnen, Ingenieurinnen, Bauunternehmen und Produktherstellern bis zu Bauherren, Investoren, Kommunen und Facility Manager*innen –, die gemeinsam an einer zukunftsfähigen gebauten Umwelt arbeiten. Durch Aus- und Weiterbildungsangebote (DGNB Academy), Fachgremien und Veranstaltungen fördert die DGNB den Austausch von Wissen und die Verbreitung bester nachhaltiger Praktiken in der Bau- und Betriebsphase von Immobilien.

CAFM RING e.V.

CAFM RING e.V. (Website: cafmring.de) – Der CAFM RING ist ein Fachverband mit Fokus auf die Digitalisierung im Immobilienbetrieb, insbesondere auf Computer-Aided Facility Management (CAFM) und verwandte Technologien. Gegründet wurde der Verband von Anbietern von CAFM-Software; heute ist er ein Zusammenschluss von Softwarehäusern, Beratungsunternehmen und Anwenderorganisationen, die gemeinsam eine einheitliche Auffassung von Datenstandards und Qualität in der Immobilienbewirtschaftung fördern. Die Mitglieder des CAFM RING erarbeiten brancheneinheitliche Lösungen für den digitalen Gebäudebetrieb – etwa durch Definition standardisierter Datenstrukturen (z.B. auf Basis von openBIM) und Schnittstellen – und sprechen ein Transparenz- und Qualitätsversprechen im Sinne der Anwender aus. Der Verband engagiert sich in der Entwicklung technischer Richtlinien (wie CAFM-Connect für den Datenaustausch), in Bildungs- und Weiterbildungsinitiativen sowie im Dialog mit anderen Branchenakteuren und Verbänden, um die digitale Transformation im Facility Management praxisnah voranzutreiben.